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NHL Draft 2026: Auf wen sollten Oilers-Fans dieses Jahr achten?

Photo credit: dailyfaceoff.com
Jun 24, 2026, 18:00 EDT
Der NHL Draft 2026 steht vor der Tür (erste Runde am Freitag, die Runden 2-7 am Samstag) und für Oilers-Fans wird es dieses Jahr ein etwas anderes Wochenende als für viele andere Teams. Während an der Spitze des Drafts die ganz großen Namen vom Board gehen werden, muss Edmonton deutlich länger warten.
Den First Overall Pick halten die Toronto Maple Leafs, gefolgt von den San Jose Sharks, den Vancouver Canucks, den Buffalo Sabres und den New York Rangers. Dort werden voraussichtlich die absoluten Top-Talente des Jahrgangs ausgewählt.
Für die Oilers beginnt der Draft dagegen erst deutlich später. Aktuell besitzt Edmonton lediglich vier Picks: den 52. Pick in Runde zwei, den 84. Pick in Runde drei sowie zwei späte Picks in den Runden sechs und sieben (180 und 212). Einen Erstrundenpick gibt es nicht – und auch für 2027 wurde der First-Rounder bereits abgegeben.
Das zeigt einmal mehr, wie konsequent die Organisation in den vergangenen Jahren auf den Gewinn des Stanley Cups gesetzt hat. Mit Connor McDavid und Leon Draisaitl im besten Hockey-Alter wurden Draftpicks regelmäßig geopfert, um das NHL-Team sofort zu verstärken. Die spannende Frage lautet deshalb: Behalten die Oilers ihren Zweitrundenpick oder wird auch dieser noch in einem Trade für kurzfristige Hilfe eingesetzt?
Die Top-Stars des Drafts
An der Spitze führt dieses Jahr kaum ein Weg an Gavin McKenna vorbei. Der Flügelstürmer von der Penn State wird von vielen Scouts als kommender Franchise-Spieler angesehen. Seine Kombination aus Kreativität, Spielübersicht und Puckhandling macht ihn zum klaren Favoriten auf den ersten Pick.
Direkt dahinter folgt mit Ivar Stenberg ein weiterer Ausnahmespieler. Der Schwede gilt als einer der komplettesten Akteure des Jahrgangs und überzeugt vor allem durch seinen Hockey-IQ und seine Vielseitigkeit.
Komplettiert wird die aktuelle Top 5 von Verteidiger Chase Reid, Center Caleb Malhotra und dem robusten Defensivmann Carson Carels. Alle drei gelten als Spieler, die langfristig eine tragende Rolle in einer NHL-Organisation übernehmen können.
Diese Namen könnten ebenfalls früh vom Board gehen
Hinter den Top 5 wird es besonders spannend. Spieler wie Viggo Björck, Keaton Verhoeff, Alberts Šmits, der die Saison inklusive Playoffs per Leihe in München beendete, Daxon Rudolph oder Tynan Lawrence werden aktuell ebenfalls in den Top 10 vieler Rankings geführt.
Vor allem Björck sorgt für Diskussionen. Trotz seiner vergleichsweise kleinen Statur gehört er zu den technisch stärksten Spielern des Jahrgangs und könnte sich rückblickend als einer der größten Steals des Drafts herausstellen.
Viel Tiefe hinter den Top-Namen
Was Scouts an diesem Jahrgang besonders gefällt, ist die enorme Tiefe. Selbst außerhalb der ersten Runde finden sich noch viele interessante Talente.
Zu den Spielern, die man sich merken sollte, gehören unter anderem Ethan Belchetz, Ryan Lin, Juho Piiparinen, Maddox Dagenais, Tommy Bleyl, Nikita Klepov, Liam Ruck, Malte Gustafsson oder Alexander Command. Viele dieser Spieler könnten in einigen Jahren deutlich besser sein als ihre spätere Draftposition vermuten lässt.
Kaum Hoffnung aus deutscher und österreichischer Sicht
Aus deutschsprachiger Sicht dürfte der Draft leider keine große Rolle spielen.
Mit Tobias Krämer und Darian Rolsing gibt es aktuell lediglich zwei deutsche Spieler, die überhaupt als mögliche Draftkandidaten gehandelt werden. Beide gelten momentan jedoch eher als Außenseiter und müssten vermutlich auf einen späten Pick hoffen.
Ähnlich sieht es bei Österreichs Leon Kolarik aus. Auch er wird zwar von einigen Scouts beobachtet, gehört aber derzeit nicht zu den Spielern, die regelmäßig in den Draft-Rankings auftauchen. Für alle drei wäre eine Auswahl sicherlich eine positive Überraschung.
Was machen die Oilers mit Pick 52?
Genau hier wird es für Edmonton-Fans interessant.
Der 52. Pick ist die wertvollste Draftressource der Organisation in diesem Jahr. Sollte General Manager Stan Bowman den Pick nicht traden, gibt es einige spannende Optionen.
Ein Kandidat wäre Braidy Wassilyn von den London Knights. Der Center bringt viel offensives Potenzial mit und gilt als klassischer Boom-or-Bust-Spieler. Wenn seine Entwicklung richtig verläuft, könnte hier ein zukünftiger Top-6-Stürmer schlummern.
Ebenfalls interessant wäre Jakub Vaněček. Der tschechische Verteidiger passt eigentlich perfekt in das Profil, das die Oilers seit Jahren suchen. Er bewegt den Puck stark, skatet hervorragend und spielt sehr zuverlässig in der Defensive. Gerade weil die Organisation langfristig Lösungen auf der linken Abwehrseite benötigt, wäre Vaněček eine nachvollziehbare Wahl.
Der dritte Name ist Liam Lefebvre. Der große Rechtsschütze bringt genau die Eigenschaften mit, die Oilers-Fans normalerweise lieben: Größe, Härte, Physis und einen guten Schuss. Er ist keiner der spektakulärsten Spieler des Drafts, könnte aber langfristig zu einem unangenehmen Third-Line-Center heranwachsen, der besonders in den Playoffs wertvoll wird.
Mein Gefühl
Wenn Edmonton den Pick tatsächlich behält, würde Jakub Vaněček aktuell wohl am meisten Sinn ergeben. Die Organisation hat in den letzten Jahren viele Stürmer ins System gebracht, während hochwertige Verteidiger weiterhin Mangelware sind. Gleichzeitig weiß man nie, was rund um den Draft passiert. Die Oilers befinden sich mitten im Stanley-Cup-Fenster – und genau deshalb würde es niemanden überraschen, wenn auch der 52. Pick am Ende in einem Trade für sofortige Verstärkung verschwindet.
Für Oilers-Fans lohnt es sich trotzdem, den Draft genau zu verfolgen. Auch ohne Erstrundenpick gibt es einige spannende Namen, die in ein paar Jahren eine Rolle in Edmonton spielen könnten.
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