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Die Pride Night bei den Edmonton Oilers

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Niklas98Jacob
1 month ago
Die Pride-Night zur Unterstützung der LGBTQ+ Community
In der Nacht von Donnerstag zu Freitag findet bei den Edmonton Oilers die alljährliche Pride-Night statt. Gegen die Seattle Kraken erstrahlt der Rogers Place in Regenbogenfarben, die Spieler werden mit dem “Edmonton’s Own Pride Tape” an den Schlägern auflaufen und auch die Ice-Crew des Stadions und selbstverständlich auch Maskottchen Hunter werden die Farben mit Stolz präsentieren.
Seit einigen Jahren ist die Pride Night in der NHL Gang und Gäbe. Es sind immer wieder wundervolle Abende für die LGBTQ+ Community, die ansonsten sowohl beim Eishockey als auch in der gesamten Gesellschaft keinen leichten Stand hat. Es ist traurig genug, dass es solcher Abende bedarf, aber der Umgang mit diesen Events zeigt einmalmehr wozu sie stattfinden und warum sie so wichtig sind. Spieler haben sich schon geweigert mit einem Trikot in Regenbogenfarben im Warm-Up aufzulaufen. Von den Kommentaren in den sozialen Medien ganz zu schweigen. Aber da erzähle ich niemandem etwas Neues. Nicht so bei den Oily-Boys. Alle Spieler und Verantwortliche ziehen mit, vor allem Captain Connor McDavid und Stürmer Zach Hyman fungieren an diesen Abenden als Lautsprecher für die Mannschaft.
Das ist doch verboten! Oder doch nicht?
Zum Start der aktuellen Saison kommunizierte die NHL, dass sämtliche Positionierungen pro LGBTQ+ Community sanktioniert werden. Damit wollte die Liga versuchen den Kontroversen, wie es sie in der Vergangenheit gab, vorzubeugen und zu umgehen. Dies schlug sehr hohe Wellen und sorgte für einen großen Aufschrei und einen Image-Schaden für die NHL. Aber sie saßen wohl am längeren Hebel… dachten sie zumindest. Zumindest so lange, bis Travis Dermott sein oberes Ende des Stocks in Regenbogen- Farben tapte. Nun war der Bann gebrochen, Dermott blieb ohne Strafe und das war das “GO” für viele weitere Spieler in der Liga.
Was dieser Abend für die LGBTQ+ bedeutet, muss ich, glaube ich, nicht hervorheben. Es ist IHR Spieltag, sie werden gesehen, ernst genommen und sie bekommen eine Stimme. Das dies keine Normalität ist, ist Problem genug. Nun bleibt mir nur noch den Mitgliedern der LGBTQ+ Community viel Spaß zu wünschen, zu hoffen dass sie ohne diskriminierende Sprüche durch den Tag kommen und dass sich einige Menschen mal einen Gedanken mehr machen, wie man mit diesem Thema umgeht. Ach ja, ein Sieg der Oilers gegen die Kraken wäre auch sehr schön, ist am Ende aber auch nur Sport und damit die schönste Nebensache der Welt.

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