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DER EISMEISTER und der Besuch aus Deutschland

So Leute, Woody’s Tagebücher müssen leider noch warten. Die Sache ist zu heiss und es muss noch etwas Gras über die Sache wachsen. Mein Anwalt klärt noch, in welcher Grauzone ich mich damit bewege.

Ich will heute mal von der Reisegruppe aus Deutschland berichten, die 2020 hier in Edmonton eingeflogen ist. 7300 km haben die Jungs und Mädels zurückgelegt, nur um unsere Oilers zu sehen. Das hat hier ordentlich Eindruck gemacht und wurde von unseren Einwohnern in den höchsten Tönen gelobt.

Obwohl da schon komische Vögel dabei waren. Ich kann mich erinnern, dass der guterzogene Nuge in seinen Grundfesten erschüttert war, als er beim morning-skate Männer in kurzen Lederhosen sah. Leon konnte ihn beruhigen und nun weiß auch Edmonton, dass die Bayern nicht nur komisch reden sondern auch komische Kleidung tragen. Überhaupt gibt es dort komische Gruppierungen, da heißen welche Franken und kommen aber nicht aus der Schweiz, sonder aus Deutschland…da soll der einfache Nordamerikaner noch durchsteigen.

Die Geschichten, die sie hier zurückließen sind legendär. So gab es der Legende nach die ersten Anekdoten schon kurz nach dem Start in Frankfurt. Noch bevor das Meer erreicht wurde, war der Heineken-Vorrat schon restlos aufgebraucht und die Notfallversorgung konnte zum Glück des Bordpersonals durch Reste von Moulson-Canadian durchgeführt werden. Der Weiterflug von „Cow-City“ in die „City of Champions“ wurde mit einer verwohnten Propeller-Waschtrommel abgewickelt. Von den massiven sicherheitstechnischen Mängeln konnte nur die freundliche und redselige Flugbegleiterin ablenken. Nach der Frage wo die Germans so wegkommen wurde die ostdeutsche Heimat eines Reise-Teilnehmers mit „from se dark side of Germany“ beschrieben.

Die Herren der Reise sollen wohl von der aktuellen und heiratswilligen Miss Neufundland belästigt worden sein. Im speziellen ein mitgereister Herr Doktor, der nebenbei als Matthias Schweighöfer-Double sein Geld verdient. Dieser ließ sie aber abblitzen und der Rest der Meute kam aufgrund Ihres Verhaltens wohl nicht in Frage, also kein happy end mit Liebesglück…..aber egal, ging ja auch schließlich um Hockey.

Die Uber-Fahrer schwärmen heute noch von den fürsorglichen Bar-Besitzern, die einigen der Hockey-Touristen quasi das Leben gerettet haben. So wurden die Versackten kurzerhand vorm Erfrieren auf dem Heimweg gerettet und in ein Uber verfrachtet. Die Betroffenen erwachten verwundert und gesund im Hotel…natürlich ohne Erinnerung an das Geschehene. Also haben wir Kanadier uns erneut als gute Gastgeber erwiesen.

Aber auch die Deutschen glänzten mit Höflichkeit….Beispiel gefällig? Einer der Reisenden „from se dark side of Germany“ hat sich nach einem freundlichen Treffen mit Reid Wilkins nett und lautstark verabschiedet….nur das Mr. Wilkins gerade „on air“ war und sich mitten in der Übertragung seiner post-game Radioshow befand. 

Nun traf es die Reisegruppe hart und die Saison wurde aufgrund eines unfreundlichen Virus namens Corona jäh unterbrochen. Aber anstatt Trübsal zu blasen, versuchte die Bande den Virus auszurotten indem man sämtliche mexikanischen Corona-Biervorräte in der Hotel-Lobby vernichtete. Der Hotelmanager erinnert sich gern an diese positive Einstellung zurück und überlegt die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. 

Nun hat der gute Leon während des Besuchs aus seinem Heimatland nicht einen Punkt gemacht. Das wurmte die Gruppe und laut meinen Information steht somit der nächste Besuch kurz bevor…..also Leute schliesst euch an und besucht mich in der „City of Champions“.

Wir freuen uns auf Euch….Euer Eismeister.