0

NHL Draft 2022 – mögliche Szenarien

Am 7. Juli (in der Nacht zum 8. unserer Zeit) steht die erste Runde des NHL Entry Drafts 2022 an und die Oilers sind das erste Mal an Position 29 dran.

Einen Pick in der zweiten Runde wird es nicht geben, da dieser im Kulak Deal an Montreal ging. Auch die dritte Runde kann GM Ken Holland in aller Ruhe verfolgen, denn unseren Pick hat sich Chicago im Keith Trade einverleibt. Ihr ahnt es: Runde 4 findet ebenfalls ohne die Oilers statt (Kulikov 2021, New Jersey). Danach dürfen wir wieder ran und die Picks 158, 190 und 222 gehören uns.

Mit Namen und möglichen neuen Prospects möchte ich euch dieses mal verschonen, denn a) kenn ich die ehrlicherweise auch alle nicht wirklich und b) möchte ich auf die Möglichkeiten hinaus, die ich verfolgen würde:

Szenario 1) “runtertraden”

Wir könnten aktiv oder passiv versuchen aus unserem 29. Draftrecht mehrere, aber dafür halt spätere picks zu machen. Diese Option wird tatsächlich recht häufig gezogen, vor allem wenn in den späteren Runden und späteren Positionen die Wunschspieler bereits vergriffen sind und wie in unserem Fall, spätere Draftrechte wünschenswert sind.

Szenario 2) “hochtraden”

Das ist natürlich – selbsterklärend – das Gegenteil vom ersten Szenario und wird entsprechend gemacht, wenn man erwartet, dass ein Wunschspieler nicht mehr verfügbar sein wird, wenn man an der Reihe ist. Haben unsere Scouts also einen jungen Herren auserkoren und dieser ist bspw. an Position 23 (Pick der St.Louis Blues) noch zu haben, rufen wir am Tisch der Blues an und fragen, was sie haben wollen, damit wir unsere Picks tauschen. Da dies aber in der Regel spätere Picks sind und wir derer schwach bestückt sind, ist dieses Szenario für mich eher unrealistisch.

Szenario 3) Draftrecht generell traden

Diese Option ist für mich schon eher interessant. Wir könnten mit dem Wert dieses Picks bspw. für einen Spieler, die Rechte an nicht unter Vertrag stehenden RFA’s oder vielleicht sogar ein Abnehmen eines unliebsamen Vertrages traden (bspw. Kassian oder Barrie).

Szenario 4) einen Spieler draften

Wir haben im Prinzip keine Position, für die wir unbedingt, offensichtlich draften müssen. Sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive haben wir Talente, die uns qualitativ und in der Breite in ein paar Jahren helfen werden. Meines Erachtens wäre die Goalie-Position eine logische Konsequenz, jedoch führen weder McKenzie, Button (beide TSN), noch Sportsnet oder McKeen einen Torhüter für die erste Runde. Tyler Brennan aus Winnipeg, der für die Prince George Cougars (WHL) das Tor hütete ist der besteingestufte Goalie und sollte spät in Runde 2, bzw. zeitig in Runde 3 gezogen werden.

Erinnert man sich an Szenario 1, könnte es also ein Ziel sein, den jungen Brennan zu holen, in dem man den 1st round pick abgibt und dafür mehrere, spätere Picks erhält. Die Seattle Kraken zum Beispiel haben gleich vier Picks in der zweiten Runde, nämlich an den Positionen 35, 49, 58 und 61. Die Kraken müssen einerseits zwar viel draften, um ihren Pool aufzubauen, andererseits allerdings auch Qualität draften, so dass ich mir einen Trade zwischen unseren oily boys und Seattle durchaus vorstellen könnte. Nummer 29 für 49 und 58 erschiene mir da nicht abwegig.

Wir draften also mit Brennan den besten Goalie des Jahrgangs, geben ihm Zeit, weil wir noch Skinner haben und sind alle Sorgen auf dieser Position los. Irgendwann. Vielleicht. Naja, mal sehen.

Was würdet ihr machen?