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Sind die Oilers die St.Louis Blues von 18/19?

In den letzten Wochen ist uns aufgefallen, dass es über die Saison gesehen, ziemlich viele Parallelen zu dem Stanley Cup Team der St. Louis Blues aus der Saison 18/19 gibt. Ein paar von diesen möchte ich euch hier einmal näherbringen, um die eh schon unermessliche Vorfreude noch einmal zu toppen.

 

Das Trauma

Es ist schon fast ein Gesetz, dass jeder Erfolgsgeschichte ein “traumatisierendes” Ereignis vorangeht. Bei den Blues war es das letzte Spiel der Saison 17/18. Sie hatten ein do-or-die Spiel für die Playoffs, welches sie gegen die Colorado Avalanche verloren und somit war die Saison beendet. Aber was hat denn deren Verpassen der Playoffs mit uns zu tun? Wir waren doch letztes Jahr in den Playoffs. Naja, ob wir anwesend waren, weiß man bis heute immer noch nicht so ganz. Mit einem 0:4 ging es zügig auf den Golfplatz. Also ob nun die Playoffs knapp verpassen oder direkt 4 Dinger zu kassieren ist dann eigentlich auch egal. Beides Scheiße.

Diese Off-Season wird es ernst!

GM Doug Armstong hatte das Gefühl, dass etwas im Kader passieren musste. Er verlängerte den erfahren Center Tyler Bozak, holte mit David Perron einen skilled Winger, verpflichtete in einem Blockbuster Trade den veteran leader Ryan O’Reilly und dazu Ex-Oiler Pat Maroon als Tough-Guy für die Playoffs. Einen internen erfahrenen Center, einen skilled Winger, einen Veteranen, der in der Kabine vorangehen kann und einen Tough-Guy. Klingelts? Also für mich hört sich das nach einer Vertragsverlängerung von Nuge, einem signing von Zach Hyman, einem Trade für Duncan Keith und einem Dazugewinnen von Warren Foegele an. Mal außen vor gelassen, ob man die 4 bzw. 8 Spieler eins zu eins miteinander vergleichen kann, sind die Rollen der Neuzugänge schon sehr ähnlich.

Gloria vs La Bamba

Während der Saison waren die Blues-Spieler in einer privaten Bar in Philly und der DJ legte “Gloria” von Laura Branigan auf. Und er sollte nie wieder ein anderes Lied spielen. Laut Medienberichten, haben die Spieler den Song so sehr gefeiert, dass sie beschlossen, den Song vor dem Spiel in der Kabine und nach einem Sieg in der Arena spielen zu lassen. Dies hielt bis zum Cup-Erfolg. Ich denke unsere Geschichte mit “La Bamba” ist zwar viel tiefgründiger, aber hat den gleichen Effekt. Den haben sich die Spieler ausgesucht, um den langjährigen Equipment Manager und die-hard-Oilersfan Joey Moss zu ehren. Forciert wurde das übrigens aus der Fanbase, aber besonders von unserem guten Freund “NationDan”. Dieser hat sich seit dem Tod von Joey Moss stark dafür eingesetzt, dass Joey in irgendeiner Art und Weise gewürdigt wird. Und das sehr erfolgreich.  Seit dem ersten Spiel dieser Saison heißt es nach jedem Sieg “PLAY LA BAMBA”.

Auch mal Dreck fressen

Die Blues standen mit einem 15-18-4 und somit 34 Punkten am 3. Januar als Schlusslicht der Tabelle da. Dann wurde ein Goalie aus der AHL hochgezogen, der da unten ganz passable Leistungen gezeigt hat: Jordan Binnington. Er brachte in der restlichen Saison 24 Wins inklusive 5 Shutouts zustande und war damit DER ausschlaggebende Faktor fürs Erreichen der Playoffs. Bei uns war es nicht so extrem, aber ich denke ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass der Dezember und der November schon sehr geschmerzt haben. Unser X-Faktor war sicherlich der Trainerwechsel von Dave Tippett zu Jay Woodcroft. Auch die Blues haben den Trainer gewechselt, aber schon nach 15 oder 20 Spielen, also eher wenig vergleichbar. Vor allem weil der Effekt nur kurzfristig hielt.

Laila Anderson und Ben Stelter

Laila Anderson , ein 11-jähriges Mädchen, welches eine seltene Immunstörung hat. Sie musste zur Chemotherapie und benötigte eine Knochenmarksspende. Sie ist Blues-Fan durch und durch und tankte durch die Blues jede Menge Kraft. Mitten in der Saison wurden die Blues darauf aufmerksam und nahmen sie mit in die Kabine, aufs Eis im Training und ermöglichten ihr viele weitere Einblicke. Und so wurde sie neben Jordan Binnington zum Gesicht des Aufschwungs zum Schluss der Saison. Besonders zu Colton Parayko baute sie eine starke Bindung auf, was man auch bei der Cup Ceremony sehen konnte. Unser Pendant dazu ist Ben Stelter. Der 5-jährige hat mit Krebs zu kämpfen und tankt auch durch die Oilers eine Menge Kraft und bringt einen frohen und lockeren Spirit ins Team. Wir sind nicht ohne Grund 9-0-0 mit ihm in der Arena. Und über die Beziehung zu Leon und Connor müssen wir, glaube ich, gar nicht erst reden. Und so haben beide Teams eine  Superfan als “Glücksbringer”.

Das waren die 5 auffälligsten Gemeinsamkeiten der beiden Geschichten. Jetzt muss Ken Holland noch irgendwie Pat Maroon an Bord bekommen und dann kann man eigentlich schon beginnen, den Namen der Oilers in den Stanley Cup zu meißeln. Mir ist natürlich bewusst, dass viele Vergleiche an den Haaren herbeigezogen sind, dennoch kann das alles kein Zufall sein!

Also, volle Kraft voraus in die Playoffs! Lasst uns mit Ben zu “La Bamba” tanzen.