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Photo Credit: KIM KLEMENT-USA TODAY SPORTS

Duncan Keith – wann ist seine Saison erfolgreich?

Für die Oilers ist diese Saison erst dann erfolgreich, wenn man in den Playoffs eine Runde übersteht – mindestens! Ich denke, da sind sich nahezu alle Medienverteter, Oilersfans, Spieler und Verantwortliche einig. Es wäre jedoch ziemlich langweilig, jetzt bis zum Beginn der Playoffs in der Spieler- und Statistikdiskussion jedesmal zu sagen “ist doch völlig egal, wir müssen in den Playoffs was reissen!”

Ja, es spielt letztlich überhaupt keine Rolle, ob McDavid 100, 120 oder 150 Punkte macht, ob das Oilers-PP die Allzeitrekordmarke von 31,5% knackt oder wie die Plusminus-Statistik von Leon Draisaitl am Ende aussieht. Die Oilers müssen in den Playoffs was reissen! Das haben wir verstanden und das ist auch vollkommen richtig!

Dennoch wollen wir mit euch gemeinsam ein bisschen Spaß haben und über jeden einzelnen Spieler im Oilers-Kader ein bisschen diskutieren. Wann ist deren Saison für die Oilers erfolgreich? Wann ist ihre Aufgabe/Erwartung erfüllt? Dabei gehen wir nach Rückennummer vor und den Anfang macht Neuzugang Duncan Keith.

Keith wurde in einem sehr kontroversen Trade im Tausch für Caleb Jones aus Chicago verpflichtet. Aufgrund seines Alters (38 Jahre) und seines teuren Vertrags (noch 2 Jahre je 5,54 Mio.) wurde er von Anfang von an sehr kritisch gesehen und nur wenig willkommen geheissen.

Was ist seine Aufgabe?

Im Wesentlichen hat Keith bei den Oilers zwei Aufgaben zu erfüllen. Auf dem Eis soll er die Position des Linksverteidigers im 2. Paar (2LD) stabilisieren. Hier hatten die Oilers zuletzt viele wechselnde Spieler, die allesamt eher als 3LD einzuordnen waren (Russel, Jones, Koekkoek, Lagesson). Neben dem Eis bringt er darüber hinaus so ziemlich genau das mit, was den Oilers noch fehlt: nämlich Erfahrung und das Winner-Gen für die Playoffs. Keith hat mit Chicago 3 (!!!) Stanley Cups gewonnen und soll nun diese Erfahrungen einbringen, wenn es soweit ist, und in der Oilers-Kabine verankern bzw. weitergeben.

Wann ist die Saison von Duncan Keith ein Erfolg?

Sportlich wird Einiges aufs neue 2. Verteidigerpaar der Oilers ankommen. Dabei muss Keith, obwohl als passstarker Offensivverteidiger bekannt, nicht sonderlich viel scoren. Dafür sind Andere verantwortlich. Vielmehr sollte wenig anbrennen, wenn er mit seinem Partner auf dem Eis steht. Sein Erfolg wird sich nicht unbedingt in Zahlen messen lassen, aber so lange seine Shotmetrics positiv sind, wäre das eine prima Sache! Denn die allermeisten seiner Shifts werden im Defensivdrittel beginnen! Im ersten Spiel war er schon mal für keine einzige der 15 Großchancen des Gegners verantwortlich und seine Werte für Corsi, Fenwick und expected goals also die “Schussstatistiken für und gegen” waren weit im grünen Bereich. So darf es gerne weitergehen.

Seinen Einfluss in den sportlichen Erfolg werden wir nicht wirklich messen können. “Wie viel Keith” ist am Ende tatsächlich beteiligt, wenn man plötzlich ein Playoffspiel in OT gewinnt? Klar ist nur, dass er zahlreiche Gespräche mit nahezu allen Spielern führen wird, bis es Anfang Mai richtig ernst wird und mit bestem Beispiel als Vorbild voran gehen wird!

Wie seht ihr das? Was muss Keith machen, damit man die Worte “Keith” und “erfolgreiche Saison” in einem Satz verwenden kann?