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Let’s get ready to rumble

Photo credit: Philipp Döhring
Apr 20, 2026, 12:38 EDT
Es ist wieder diese Zeit.
Weil heute Nacht die Playoffs anfangen.
Und weil heute Nacht unsere Edmonton Oilers aufs Eis kommen.
04:00 Uhr. Das Handy vibriert. Draußen ist es dunkel, die Stadt schläft. Aber du sitzt schon auf der Couch. Trikot an. Kaffee in der Hand. Vielleicht ein bisschen müde. Vielleicht fragst du dich kurz, ob das wirklich eine gute Idee ist.
Und dann beginnt die Übertragung.
Die Kamera fährt durch den Rogers Place. Der Rogers Place ist komplett Orange-Blau. Beste Stimmung auch vor dem Stadion. Der Moss-Pit ist rappelvoll. Du hörst die Hymne. Du siehst die Spieler im Tunnel. Und plötzlich merkst du: Dafür bist du wach geblieben bzw. aufgestanden.
Denn das hier ist nicht einfach Spiel 1.
Das hier ist der Anfang.
Der Anfang von etwas, auf das wir die ganze Saison gewartet haben.
82 Spiele lang. 82 Nächte. 93 Punkte. Zweiter Platz in der Pacific Division. Aber vor allem: Das Gefühl, dass diese Mannschaft jederzeit explodieren kann.
Weil da vorne immer noch dieser Typ spielt.
Connor McDavid.
Du kennst das Gefühl inzwischen. McDavid bekommt die Scheibe in der eigenen Zone – und sofort sitzt du plötzlich ein Stück weiter vorne auf dem Sofa. Weil du weißt, dass jetzt alles passieren kann.
138 Punkte in der Hauptrunde. 48 Tore. 90 Assists.
Aber ganz ehrlich? In den Playoffs sind Zahlen egal.
Weil McDavid dann aussieht, als hätte jemand das Spiel auf eine andere Geschwindigkeit gestellt. Er fliegt über das Eis. Er zieht an einem Verteidiger vorbei, dann am nächsten. Die Halle rastet aus, noch bevor er überhaupt abschließt. Und du sitzt da um 04:13 Uhr mit offenem Mund und denkst nur: Wie soll irgendjemand diesen Mann stoppen?
Aber genau das macht diese Oilers so gefährlich: Es sind nicht mehr nur McDavid und Draisaitl.
Evan Bouchard hat als Verteidiger fast 100 Punkte aufgelegt. Zach Hyman trifft aus jeder Lage. Und dann gibt es plötzlich noch diese jungen Wilden wie Matt Savoie, der im letzten Spiel einfach mal einen Hattrick geschossen hat – als wollte er allen sagen: „Die Zukunft? Die beginnt genau jetzt.“
Die Ducks werden kämpfen. Sie werden unangenehm sein. Sie werden versuchen, das Spiel langsam zu machen, die Halle ruhig zu bekommen und den Oilers den Rhythmus zu nehmen.
Aber wenn Edmonton einmal Feuer fängt, dann gibt es kaum etwas Spektakuläreres im Sport.
Und dann kommt dieser Gedanke, der alles noch größer macht:
Was, wenn heute Nacht auch noch Leon Draisaitl spielt?
Seit Wochen fehlt er verletzt. Seit Wochen fühlt sich alles irgendwie unvollständig an. Immer wieder dieselbe Frage. Reicht es für Spiel 1? Reicht es wirklich?
Und jetzt? Jetzt gibt es plötzlich Hoffnung.
Leon Draisaitl war wieder im Training. Erste Powerplay-Reihe. Volles Tempo. Offiziell sagt niemand etwas. Aber jeder Fan kennt dieses Gefühl: Dieses Kribbeln, wenn man ahnt, dass gleich etwas Großes passiert.
Stell dir diesen Moment vor.
Die Mannschaft fährt aufs Eis. Die Kamera zeigt McDavid. Dann schwenkt sie nach links.
Und da ist er.
Draisaitl.
Nummer 29.
Die Halle explodiert.
Du springst vom Sofa auf, obwohl es vier Uhr morgens ist und du genau weißt, dass du in ein paar Stunden völlig fertig sein wirst. Aber in diesem Moment ist dir das egal.
Weil das hier die Playoffs sind.
Weil Draisaitl genau für solche Nächte gemacht ist.
35 Tore. 97 Punkte. Trotz Verletzung. Trotz verpasster Spiele.
Und wenn er wirklich spielt, wenn er heute Nacht wieder neben McDavid steht, dann fühlt sich plötzlich alles möglich an.
Dann kommt dieses Powerplay.
McDavid links. Draisaitl rechts. Evan Bouchard an der blauen Linie. Die Scheibe läuft. Ein Pass. Noch einer. Die Ducks kommen nicht hinterher. Die ganze Halle steht.
Und du weißt genau, was jetzt passiert.
Draisaitl bekommt die Scheibe im rechten Kreis.
Dieser eine Schuss.
Dieser eine verdammte Schuss.
Und für eine Sekunde ist alles still.
Dann schlägt der Puck ein.
Der Rogers Place rastet komplett aus.
Du schreist durch dein Wohnzimmer, als wärst du selbst im Rogers Place.
Genau deshalb schaut man Playoffs.
Nicht wegen der Statistiken. Nicht wegen der Tabellen.
Sondern wegen dieser Nächte.
Wegen dieser Momente, die sich größer anfühlen als alles andere.
Vielleicht gewinnt Edmonton heute Nacht deutlich.
Vielleicht wird es ein Drama bis zur letzten Minute.
Vielleicht beginnt genau heute die Reise der Edmonton Oilers zum Stanley Cup.
Aber eines weißt du schon jetzt:
Wenn um 04:00 Uhr der Wecker klingelt, wirst du aufstehen.
Weil man solche Nächte einfach nicht verpasst.
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