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Kris Russel – wann ist seine Saison erfolgreich?

In Teil 3 unserer Serie der Einzelspieler-Betrachtung geht es heute um den Spieler mit der neuen Rücknummer 6, Kris Russel. Spötter würden sagen, dass der 34-jährige Verteidiger endlich mit einem Vertrag ausgestattet ist, der seinen Fähigkeiten entspricht. Nachdem er in den letzten 4 Jahren noch jeweils 4 Mio. verdient hat und dabei nie in die Rolle eines Top4 Verteidigers reinwachsen konnte, spielt er diese Saison für 1,25 Mio. Dollar. Russel musste in den Lineups der vergangen Jahre immer wieder in den Top 4 spielen. Meistens war dies jedoch eine Nummer zu groß für den sympathischen Blockspezialisten.

Was ist seine Aufgabe?

Kris Russel hat in dieser Saison die Aufgabe des Verteidigers Nummer 6/7. Das bedeutet, mal ist er im Kader dabei, mal nicht. Wenn alle Verteidiger fit sind, dann kämpft er mit Slater Koekkoek um den Platz des Linksverteidigers im 3. Paar. Von den bisherigen Spielen hat jeder je eines absolviert. Der Vorteil von Russel ist, dass er auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden kann. Das heißt, er ist im Falle von Verletzungen der anderen flexibel einsetzbar und aufgrund seiner Erfahrung dann auch keine ganz große Schwäche. Auf dem Eis wird er hauptsächlich Defensivaufgaben und Penalty Kill Pflichten übernehmen.

Wann ist die Saison für Kris Russel erfolgreich?

Die Einsätze für Kris Russel sind in den letzten Jahren stetig gesunken. Vor 4 bzw. 3 Jahren mit 78 bzw. 72 Spielen noch absoluter Stammspieler, waren es vor 2 Jahren noch etwa 3/4 aller Spiele und letzte Saison etwas mehr als die Hälfte. In dieser Saison hat er mit Koekkoek direkte Konkurrenz um einen Stammplatz. Mit Broberg, Lagesson, Samorukov (links) und Berglund (rechts) stehen darüber hinaus talentiertere und jüngere Spieler nicht weit hinter ihm parat. Seine Erfahrung und Fähigkeit, links und rechts zu spielen, wird ihm helfen. Sein Vertrag ist dafür völlig in Ordnung.

Wenn Russel ohne Verletzung der Top5 Verteidiger auf 50 Spiele kommt, also wie im letzten Jahr etwas mehr als die Hälfte, wäre das ein großer Erfolg für ihn persönlich. Dann hat er sich dann gegen seine oben genannten, internen Konkurrenten durchgesetzt. Die allgemeinen Erwartungen sind aber eher die, dass er auf Verletzungen warten muss, um auf regelmäßige Einsätze zu kommen.